Der Wismarer Stadtanzeiger am 10. November 2004 über:
Gustav Willgeroth "Notizen zur Geschichte Wismars"
Seltenes Wismar-Buch in Neuauflage
Historische Kostbarkeit in limitierter Auflage neu illustriert
Eines der seltensten Wismar-Bücher ist nach fast 100 Jahren innerhalb der "Weiland Wismar Bibliothek" neu erschienen. Es handelt sich um die "Notizen zur Geschichte Wismars" von Gustav Willgeroth.
Jener Wismarer Heimatforscher, der vor allem durch sein Buch "Bilder aus Wismars Vergangenheit" bekannt wurde, verlegte diesen Titel im Jahre 1911 im Eigenverlag in nur kleiner Auflage. Aus diesem Grunde ist das Buch auch antiquarisch nur mit großem Glück zu bekommen. Willgeroth war seiner Zeit voraus und dachte mit seinen Schriften vor allem an spätere Wismarer Generationen. Für sie schrieb er mit Detailkenntnis, aber locker und nicht ohne Humor historische Begebenheiten seiner Zeit nieder. In den "Notizen zur Geschichte Wismars" beschreibt er die sehr ereignisreichen Jahre zwischen 1901 und 1910, einer Zeit des Aufbruchs mit bekannten Protagonisten von Podeus bis Karstadt, Begebenheiten um Sturmflut und Brandkatastrophen und von den vielen kleinen Geschehnissen, die noch heute das Leben der Wismarer beeinflussen.
Weitere 10-Jahres-Chroniken sollten nach Willgeroths Planungen folgen, wurden aber infolge der politischen und persönlichen Gegebenheiten nie verwirklicht. Zum Beginn eines neuen Jahrhunderts nahmen sich nun Mitarbeiter der Buchhandlung "Weiland" und der Wismarer Grafiker und Maler Detlef Kristeleit dieses seltenen Buches an. Da die Originalausgabe in alter Schrift und ohne Illustrationen erschien, wäre ein reiner Nachdruck für heutige Generationen wenig reizvoll gewesen. So wurde das Buch in einem aufwendigen Prozess vom BS Verlag Rostock in neue Schrift gesetzt und Detlef Kristeleit schuf Illustrationen, die mit Humor und Sachkenntnis den Charme jener längst vergangenen Zeit einfangen. "Wir sind sicher, dass Gustav Willgeroth sehr glücklich mit dieser Neuauflage wäre und sie seinem Sinn entspräche". so Weiland-Filialleiter Volker Stein. Aber lassen wir Willgeroth noch einmal selbst zu Wort kommen. In seinem Vorwort schrieb er im Jahre 1911 Folgendes:
"Was die Art der Darstellung anlangt, so mag es dem Wismarer vielleicht überflüssig erscheinen, dass ich häufig Dinge erwähne, von denen er sich Tag für Tag durch Augenschein überzeugen kann. Aber nach uns kommen andere, die mir, wie ich glaube, dankbar sein werden …"
"So geben wir dieses Buch nun den heutigen Wismarern an die Hund, damit sich das Anliegen Willgeroths fast 100 Jahre später erfüllen kann", meint Volker Stein und weist noch auf eine wichtige Besonderheit hin.
Das Buch ist in einer limitierten Auflage von nur 250 Exemplaren erschienen. Die Exemplare sind einzeln durchnummeriert und alle vom Illustrator Detlef Kristeleit handsigniert. 25 weitere Exemplare gibt es als inhaltlich identische, aber im Format vergrößerte Liebhaberausgabe. Diese ist ebenfalls einzeln nummeriert und natürlich handsigniert.
Zur Titelliste
Zur Liste mit den Pressestimmen