E. Sternkiker in der Ostsee-Zeitung am 21. Oktober 2004 über: Hermann Buddenhagen "Wolken über Ribbenitz"
Ribnitz-Roman nachgedruckt
Wenn es sein musste, erwiesen sich die Ribnitzer immer als ein recht streitbares Völkchen. Vor allem, wenn es gegen das Kloster ging. Das begann schon 1323/24, als das Kloster durch Heinrich II. gegründet wurde. Mit diesen Auseinandersetzungen in den Anfangsjahren beschäftigt sich der Roman "Wolken über Ribbenitz" von Hermann Buddenhagen. Zuerst 1954 bei Hinstorff in Rostock erschienen. Die Illustrationen stammen von Fritz Koch-Gotha. "Auch nach mehr als einem halben Jahrhundert ist das Interesse an diesem Buch groß", konnte Ursula Dannenberger in vielen Gesprächen mit Lesern feststellen. Grund genug für die Inhaberin der Wossidlo-Buchhandlung Ribnitz-Damgarten, einen Nachdruck der letzten, ebenfalls aus den 50er-Jahren stammenden Ausgabe anzuregen. Sie suchte einen Partner und fand ihn mit dem BS-Verlag-Rostock. Der Leser findet auch im Nachdruck, bis auf drei Ausnahmen, die Illustrationen und die Umschlaggestaltung von Koch-Gotha wieder. Ursula Dannenberger machte deutlich, dass sie sich sehr freue, den Lesern nun diesen Nachdruck an die Hand geben zu können. Eines kann versprochen werden: Wer sich für die älteste Geschichte von Ribnitz interessiert, kommt auf seine Kosten. Denn Buddenhagen beschreibt in seinem Roman sehr anschaulich den Widerstand der Ribnitzer Bauern und Fischer gegen das Kloster. Da spielten handfeste wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Die Ribnitzer erboste von Anfang das Streben des Klosters nach "irdischen Besitztümern". Daraus entwickelte sich eine Feindschaft, die von beiden Seiten über mehrere Jahrhunderte gepflegt wurde.
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