ProgressNews im April 2004 über das Buch
des Schweizer Sozialisten Jean Villain "Bitte nicht stürzen!"
"Bitte nicht stürzen!"
Wie der DDR "Profil" abhanden kam und weitere Zeitungsmacher-Geschichten aus Deutsch-Fernost
Jean Villain über eines der spannendsten Kapitel deutscher Mediengeschichte. Der Schweizer Schriftsteller dokumentiert den aus heutiger Sicht aberwitzig anmutenden Versuch einiger engagierter DDR-Journalisten, der massenhaften Bewusstseinsmanipulation durch die Medien ausgerechnet in den eisigsten Tagen des Kalten Kriegs streng realitätsbezogene Reportage entgegenzusetzen. Mit dem erklärten Ziel, durch exakte Recherche und mit den stilistischen Mitteln eines Egon Erwin Kisch menschliche Verhältnisse und Verhaltensweisen durchschaubar und damit veränderbar zu machen. So sollte die Illustrierte NBI zu einer Art "Stern" entwickelt werden und ein Magazin im "Spiegel"-Stil mit dem Namen "Profil" wurde geplant. Warum an den Kiosken der DDR niemals "Profil" zu erwerben war, ist jetzt nachzulesen in Jean Villains jüngster Veröffentlichung.
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