Die Sylter Rundschau am 19. August 2004 über:
Lea Konrad, SeaSeals
Eindrücke eines Lebensretters
Schrieb das Buch zusammen mit Lea Konrad: Manfred Winkler
Der Rettungsschwimmer Manfred Winkler hat viel mitgemacht seit dem Sommer vor zwei Jahren. Zur Erinnerung: Im Juli 2003 rettete der 39jährige vier Kinder und vier Erwachsene aus dem Wasser - purer Zufall, denn an diesem Tag war der Uetersener 45 Minuten vor Schichtbeginn am Westerländer Strandabschnitt Miramar gewesen.
Seitdem hat sich sein Leben verändert: Winkler ist "Mensch des Jahres 2003", bekam den "Brisant Brilliant" verliehen. Fast täglich tauchten nach der Rettung Fernsehteams auf, wollten den Verkehrslehrer aus Uetersen interviewen; Radio und Zeitungen berichteten über Winkler, sogar in der US-amerikanischen Presse war das Bild seiner spektakulären Rettung zu sehen. Der Medientrubel war überwältigend. Zu überwältigend, wie Manfred Winkler in dem gerade erschienen Buch "Seaseals" beschreibt. Der Kontakt zur Autorin Lea Konrad kam zufällig zustande. "Sie hat mir einen Brief geschrieben. In dem stand, dass sie als Psychotherapeutin ein besonderes Inte resse an Helfern und Rettern hat."
Obwohl Winkler nach dem Sommer 2003 viele Briefe und Kontaktanzeigen bekam, meldete er sich bei Lea Konrad. "Ich hatte in dem halben Jahr so viel erlebt, dass ich schon daran geglaubt habe, dass sich irgendetwas ergibt." Die Psychotherapeutin und Winkler trafen sich im Dezember 2003 das erste Mal. Bei diesem Treffen entstand bei Lea Konrad die Idee eines Buches über Helfer und Retter wie Manfred Winkler. Die Psychotherapeutin schrieb die Einleitung, traf sich mehrere Male mit dem Rettungsschwimmer. Sie forderte Winkler auf, in E-Mails über sich und seine Rettungen zu schreiben und baute seine Texte in das Buch ein.
"Anfangs habe ich mich geweigert, über mich zu schreiben. Aber ab Mitte des Buches, wenn es um die Rettung in Westerland und den Medientrubel geht, habe ich dann doch den Text durchgehend geschrieben." Lea Konrad überließ dem Uetersener schließlich auch die Gestaltung des Covers; der Titel stammt ebenfalls von ihm.
"Ich will mit dem Buch nicht als der große Held da stehen, sondern möchte der Öffentlichkeit die wahre Geschichte vorhalten, in der ich einen Heiner Schwabe, der bei der Rettung 2003 mitgeholfen hat, nicht vergesse."
Mit "Seaseals" unterstützt Winkler die DLRG: Für jedes verkaufte Buch bekommt die Gesellschaft einen Euro. "Außerdem widme ich das Buch allen Rettern und Helfern, die ihre Arbeit im Stillen machen."
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