Der Tägliche Anzeiger am 13. Januar 2005 über:
Hubertus Knispel "Seelektron"
"Seelektron" findet Weg in die Stadtbücherei
Romanautor Hubertus Knispel aus Neuhaus schenkt der Bibliothek ein Exemplar seines neuen Buches
Neuhaus. Seinen inzwischen zweiten Roman hat jetzt der Neuhäuser Autor Hubertus Knispel (57) vorgelegt.
Nach der Fantasiegeschichte "Wasser des Lebens" (2001) ist nun der Gegenwartsroman "Seelektron" erschienen. Es geht dann um eine junge, vielversprechende Optikerin, die eine elektronische Hilfe für Blinde entwickelt. Doch sie wird von der Industrie betrogen.
"In dieser Geschichte ging es mir vor allem um das Aufdecken von Emotionen und die Auseinandersetzung mit der modernen Arbeitswelt, die eigentlich immer mehr Züge des Frühkapitalismus annimmt, die nur die Arbeitskraft aber nicht den Menschen sieht", sagt Hubertus Knispel über sein neues Buch.
In "Seelektron" hat Autor Knispel auch seinen eigenen Frust auf die Arbeitswelt verarbeitet. 30 Jahre lang hat Hubertus Knispel als Druckfarbentechniker in ein- und derselben Firma gearbeitet. Hubertus Knispel stammt aus Berlin, wo er bei der Druckfarbenfabrik Berlin gearbeitet hat. 1996 musste die Firma schließen. Seither ist Hubertus Knispel arbeitslos. "Inzwischen hab ich ein Alter erreicht, wo ich nicht glaube, nochmal einen Job zu finden", sagt Knispel, der seit 1997 in Neuhaus im Solling zuhause ist.
Für den Fall, dass ihm mal kein Stoff für seine Bücher mehr einfallen sollte, kann er einfach über seinen Alltag schreiben, denn der enthält bereits Romanstoff genug. Hubertus Knispel wohnt nämlich mit seiner insgesamt zwölfköpfigen Großfamilie, zu der auch fünf Enkelkinder und fünf Hunde gehören, unter einem Dach.
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