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Bauernregeln, Wettersprüche und Lostagsreime
Seitenanzahl: 236
ISBN: 978-3-86785-006-3
Gewicht: 410 g
Größe: 14,4 x 20,5 cm
Erscheinungsdatum: März 2008

Bauernregeln, Wettersprüche und Lostagsreime

Jurik Müller

Alle reden vom Wetter, viele schimpfen über die “Wetterfrösche” und mancher glaubt an alte Bauernregeln.
Dr. Jurik Müller, selbst ein studierter Wetterfrosch, hat Jahrhunderte und Jahrtausende altem Volksgut ein neues Wortgewand gegeben, auch Namenstage bislang weniger bekannter Heiliger zur Grundlage seiner Reime gemacht sowie eigene Erfahrungen einfließen lassen. Damit dürfte dieses Buch schon einen gehörigen Seltenheits- und Neuheitswert besitzen.
Wer sich der Lektüre nähert und Spaß versteht, wird beim Lesen auch an den liebevoll gestalteten, zum Denken und Schmunzeln anregenden Illustrationen von Werner Schinko seine wahre Freude haben.
Den Hobbywetterfröschen kann es eine kleine Hilfe für volkstümliche Wettervorhersagen sein.

Preis: 19,50 € *

 

Leseprobe

Wenn Sonne im Märzen trocknet die Äcker,
erfreut viel Roggenmehl den Bäcker.

Staubt das Feld im Märzen sehr,
erntet man Ähren goldgelb und schwer.

Bilden sich Pfützen am Albinustag,
der Pflug im Schuppen bleiben mag.

Strömt Regenwasser in Rinnsalen am Albinustag,
der Bauer vor Frust verzagen mag,
doch zeigt sich Albinus ohne Regen,
sieht der Landmann mit Zuversicht der Ernte entgegen.

 

Pressestimmen

Pressestimme

Manfred Orlick im Halle Forum von März 2008

Manfred Orlick über

Jurik Müller, Bauernregeln, Wettersprüche, Lostagsreime

Fast jeder Hallenser kennt ihn, den "Kachelmann der Saalestadt": Dr. Jurik Müller. Der promovierte Meteorologe moderierte Ende der 90er Jahre die Wettersendung im halli-schen Stadtfernsehen und seit Jahren überrascht er die Leser der "Mitteldeutschen Zeitung" jeden Freitag mit seinen Wettervorhersagen für die kommende Woche. Eine beliebte Rubrik, denn es sind keine trockenen Prognosen im hochwissenschaftlichen Stil sondern immer mit zahlreichen Bauernregeln gespickt.
Bauernregeln beruhen auf langjährig gesammelten Naturbeobachtungen unserer Vorfah-ren. Dabei waren die Bauern besonders auf das Wetter angewiesen. Ihnen fielen gewisse Regelmäßigkeiten auf, etwa in den Wetterabläufen oder in der Entwicklung von Getreide oder Obst. Ihre Beobachtungen hielten sie in Reimen fest. Mit der Christianisierung wur-den diese Bauernregeln dann meist auf die Namenstage von Heiligen bezogen. Auch die so genannten Lostage, feststehende Tage im Kalender, erlaubten nach altem Volksglau-ben Wettervorhersagen und Prognosen über die bevorstehende Ernte. Meist sind diese Wetterregeln aus dem Volksmund, amüsant und heiter.
Jurik Müller, mit Bauernregeln vertraut wie kaum jemand, hat nun alte Wetterregeln und seine jahrelangen Naturbeobachtungen in eigene Reime geschmiedet. Dabei hat er auch Namenstage von bisher weniger bekannten Heiligen herangezogen. So sind aus seiner Feder ca. 1000 Bauernregeln, Wettersprüche und Lostagsreime entstanden, die jetzt im Rostocker BS-Verlag erschienen sind.
"Erst, wenn der Holunder ausschlagen tut, nimmt der Nachtfrost seinen Hut", mahnt z. B. ein Aprilspruch die übereifrigen Kleingärtner oder Wintersportfreunde werden mit "Hält die Augustsonne den Himmel sauber, bringt uns der Winter viel Flockenzauber" bereits im August auf die weiße Pracht vertröstet.
In seinem Vorwort verweist Jurik Müller auf seine Absicht, das Interesse an den Bauern-regel neu zu beleben und den Leser offener für das Denken des Landmanns in früheren Zeiten zu machen. Das ist dem Autor überaus gut gelungen, so ist den zwölf Monatskapi-teln jeweils ein kurzer Einführungstext vorangestellt und die Namens- und Lostage wer-den für den Laien auch angeführt.
Das Buch ist eine humorvolle Wanderung durch die Jahreszeiten, das durch die liebevol-len Illustrationen von Werner Schinko zusätzlich zum Nachdenken und Schmunzeln ein-lädt. Auf den 236 Seiten kann man in die Wetter-Welt unserer Vorfahren eintauchen und erfährt nebenbei Interessantes zu Wetter und Brauchtum. Mag mancher auch angesichts moderner Satellitenbeobachtung Bauernregeln als folkloristische Nostalgie abtun, dem sei gesagt: Bauernregeln sind sicher nicht zutreffender als die Hightech-Wetterberichte, aber sie sind unterhaltsamer!


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