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Der Wal von Hiddensee
Seitenanzahl: 55
ISBN: 978-3-86785-137-4
Buchart: Hardcover
Gewicht: 210 g
Größe: 20,0 x 14,4 cm
Erscheinungsdatum: Juni 2010

Der Wal von Hiddensee

Hans-Jürgen Schumacher

Kinderbuch

Wie kann man auf Hiddensee einen gestrandeten Wal verstecken, ohne dass die breite Öffentlichkeit davon erfährt? Hiddenseer Kinder wie Hanning und Kläuser und Fischer Franz schaffen das.

Autoren

Conny Halliger wurde 1986 in Greifswald (Vorpommern) geboren. Die Liebe zur Malerei prägte sie bereits im Kindesalter. Es erfolgte die Ausbildung zur Grafik-Designerin in Schwerin, welche mit der Illustration dieses Buches vollendet wurde. Heute lebt Conny Halliger in ihrer Heimatstadt und arbeitet in einer Werbeagentur. Ihre ganz besondere Zuneigung gilt “DER INSEL” Hiddensee, die sie regelmäßig besucht

Hans-Jürgen Schumacher wurde 1957 in Greifswald (Vorpommern) geboren. Er lernte Buchhändler und schreibt seit seiner Jugendzeit. Mittlerweile sind von ihm zahlreiche Bücher in verschiedenen Verla-gen erschienen. Mitte der 90er Jahre lebte, arbeitete und schrieb er auf der Insel Hiddensee. Das vorliegende Kinder- und Jugendbuch ist seine erste Zusammenarbeit mit der Grafik-Designerin Conny Halliger. Er lebt und schreibt in seiner Heimatstadt.

Preis: 12,90 € *

 

Leseprobe

Hanning verlässt das Haus, schließt im Hofgarten ihr Fahrrad auf, schiebt es durch den Vorgarten bis zur Straße, die von Kloster kommend später als Betonplattenweg bis in die Hügel des Dornbusches führt. Auf der einsamen Straße besteigt sie das Rad und nimmt Fahrt in Richtung Enddorn und Alter Bessin auf.
Wie Pfeilspitzen jagen sich hoch in der Luft ein paar Schwalben laut jubilierend in der Morgensonne. Und auch den Wind kann sie nicht nur spüren, sondern ihn auch hören.
Die Stille macht friedlich und einfühlsam. Kurz vor der Abzweigung zum Alten Bessin macht sich ein seltsames Gefühl breit. Nicht doch erst anbaden und dann vielleicht später auf den Alten Bessin? Eine seltsame unsichtbare Macht zwingt sie, auf dem Rad zu bleiben und bis zum Enddorn durchzufahren. Warum nicht? Schließlich kann man dort weit auf das Meer blicken und bei klarer Sicht am Horizont die dänische Insel Món sehen.
Hanning genießt das schöne Wetter, den blauen Himmel und die unglaubliche Ruhe auf der Insel. Und der Wind hat, das spürt sie sogleich, im Gegensatz zum gestrigen Abend, nachgelassen. Er weht nun trocken aus nördlicher Richtung.
Und so fährt sie weiter hinter der Abzweigung zum Bessin rechter Hand in Richtung Enddorn, bis sie zu einer kleinen, struppigen Wiese gelangt. Von hier aus ist es bis zum steinigen Strand nicht mehr weit. Sie macht halt, lässt das Rad sanft ins Gras fallen, um das letzte Stück zu Fuß gehen zu können.
Sie reibt sich verwundert die Augen und zwickt sich in den Arm, um sich zu vergewissern, dass sie nicht träumt.
Vor ihr liegt unweit des Strandes ein Wal im flachen Wasser! Ein Riesentier, welches erschöpft mit der Schwanzflosse wedelt.
“Das gibt es doch gar nicht, ein Wal auf Hiddensee!”, stellt sie völlig entgeistert fest.
Doch nachdem sie ein paar Mal geschluckt und den ersten Schock überwunden hat, wird ihr klar, in welcher tödlichen Gefahr sich das Säugetier befindet. Genau genommen ist dieser Wal durch die Masse seines Körpers im flachen Wasser praktisch zum Tode verurteilt, sollte er nicht bis spätestens morgen früh loskommen. Soviel weiß Hanning über Wale, dass sie die Gefahr für das Tier genaustens erkennen und dessen Rettung abschätzen kann.

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